Chronik des SV Panitzsch (1920 – 2001)

1920 – Gründung des SV Panitzsch

1920 - 1939

Im Jahr 1920 wurde der Verein von fußballbegeisterten Männern gegründet.

Lange Jahre war unser Verein ein reiner Fußballclub. Von 1920 an befand sich der Panitzscher Sportplatz in der Borsdorfer Straße, dort wo heute die zu DDR-Zeiten errichteten Eigenheime stehen.

Bis zum Kriegsbeginn 1939 gibt es nur noch fotografische Beweise für gute Leistungen in der Kreisklasse. Sowohl die Männer als auch die Jungen wurden Meister ihrer Klassen.

ab 1945 – Nach dem Krieg

1945 - 1952

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 entwickelte sich langsam wieder reges Interesse am Fußballspiel.
Außerdem wurde aus dem SV Panitzsch eine Betriebssportgemeinschaft, die BSG Traktor Panitzsch. Der Trägerbetrieb war zur damaligen Zeit die LPG Panitzsch.

Ab 1952 waren dann auch wieder erste Erfolge zu verzeichnen. Die 1. Mannschaft unter anderen mit bekannten Namen wie: Horst Thiele oder Werner Reinicke wären da zu nennen, wurden Meister der zweiten Kreisklasse.
Ebenfalls wurde die gemischte Jugend im Bruno-Plache Stadion Meister. Klangvolle Namen wie Fritz Paul, Manfred Fischer, Wolfgang Nimmrich, Dieter Köthnig waren damals dabei.

1962 – Einweihung des neuen Sportplatzes

Ende der Fünfziger Jahre wurde der alte Sportplatz wegen der unmittelbaren Nähe zu einer verkehrsreichen Straße verworfen und es musste ein neuer Platz gefunden werden. So entstand im heutigen Park auf einem Feld der heutige Sportplatz. Der damalige Sektionsleiter Horst Thiele organisierte mit Hilfe von vielen Sportfreunden den Neuaufbau des Platzes. Unterstützung bekam er ebenfalls vom LPG-Vorsitzenden Herrn Lehmann. Für sage und schreibe 3000 MDN (Mark der deutschen Notenbank) wurde dieser Sportplatz errichtet. Davon fielen allein 800,00 Mark für den Rasensamen an.

Am 29.07.1962 wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Etwa zur gleichen Zeit waren die Vorbereitungen für den Bau des heutigen „Sportlerheims“ mit Kegelbahn in vollem Gange. Für die damalige Zeit war im Park ein Kleinod für alle Fußballfreunde entstanden. Dies machten vor allem folgende Sportfreunde möglich: Alfred Friedrich, Horst Thiele, Kurt Laue, Hasso Pöhland, Harry Ahrens, Hans Ponickau sowie Dieter Köthnig.

1968 – Gründung der Gymnastikgruppe

Die Gründung der Gymnastikgruppe erfolgte im September 1968 durch die damalige Sportlehrerin Frau Zeitzschel. Anfangs turnten gerade mal 10 Frauen. Die Begleitmusik zur Gymnastik kam von einem Herren aus dem Ort, der Akkordeon spielte.

Bis 1985 war der Übungsraum der Turnraum der „alten Schule“. Im Oktober 1985 zogen die Gymnastikfrauen in die neue Turnhalle um. Die Begleitmusik  kam nun von Musikkassetten bzw. später von CD`s.

Im Sommer 1986 übernahm Frau Goldmann als Übungsleiterin die Gruppe. Seitdem steigt die Mitgliederzahl stetig an. Zur Zeit haben wir ca. 50 aktive Turnerinnen.

1973 – Fritz Paul als Sektionsleiter

1973 verließ Horst Thiele den Verein und von dieser Zeit an übte Fritz Paul die Tätigkeit als Sektionsleiter/Abteilungsleiter bis 1998 aus. Es wurde auch eine Jugendmannschaft aufgebaut, die 1974 in die Kreisliga aufstieg.

Nach der Umstrukturierung im Leipziger Fußball spielte die erste Mannschaft lange in der Kreisliga.

1989 – Aufstieg in die Bezirksklasse

In der Saison 1988/1989 konnten die Panitzscher endlich das erste mal so richtig jubeln, denn es war das Jahr zum Aufstieg in die Bezirksklasse. Peter Thiemig führte die Mannschaft, die zum größten Teil aus Panitzschern bestand, in diese Klasse.

1996 – Aufstieg in die Bezirksliga

1996 - 2000

1996 folgte der wohl größte Erfolg im Panitzscher Fußball.
Die Mannschaft, des seit dem 5. Februar 1992 wieder in SV Panitzsch umbenannten Vereins, belegte den ersten Tabellenplatz der Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 vor namenhaften Clubs wie Torgau oder Taucha. Der Aufstieg in die Bezirksliga war perfekt. In dieser konnte man sich 4 Jahre bis zum Abstieg 2000 behaupten.

Chronik des SV Borsdorf (1922 – 2001)

1922 – Gründung des SV Borsdorf

Die Geschichte des Borsdorfer Vereinsfußballs beginnt im Jahre 1920, als die Abteilung Fußball des Borsdorfer Turnvereins “Einigkeit 1889” gebildet wurde. Aus dieser Gruppe heraus wurde am 22. Oktober 1922 der Borsdorfer Sportverein gegründet. Die 1. Herrenmannschaft begann in der 3. Kreisklasse des Gaues Nordwestsachsen. Dieser folgte im Laufe der Zeit noch eine 2. Herrenmannschaft, eine Jugend- und eine Knabenmannschaft. In den Archiven wird der SV Borsdorf bis 1941 geführt.

ab 1945 – Nach dem Krieg

1945 - 1957

Nach dem Krieg entstanden in Borsdorf zwei Sportvereine, einerseits Lokomotive Borsdorf mit älteren, erfahrenen Spielern und andererseits Chemie Borsdorf, später in Fortschritt Borsdorf umbenannt, vorwiegend aus jungen Spielern bestehend. Der bekannteste und beste Spieler der damaligen Zeit war Torwart Fritz Krostewitz.

1957 – BSG Fortschritt Borsdorf

Im Jahr 1957 erfolgte die Vereinigung beider Vereine zum Zweck der Kräftebündelung zur BSG Fortschritt Borsdorf. Nach anfänglichen Erfolgen ging es aufgrund von Spielerabgängen in höhere Spielklassen und Vernachlässigung der Nachwuchsarbeit runter bis in die 3. Kreisklasse.

1960 – Neuer Sportplatz

Zu Beginn befand sich der Sportplatz an der alten Leipziger Straße (heute: sanierte Deponie). Die späteren Spielstätten waren an der alten B6 (heute: Opel Autohaus) und an der Wachstuchfabrik. Um 1960 wurde auf dem heutigen Sportplatz in der Nordstraße der Spielbetrieb aufgenommen. Erster Spatenstich war bereits 1953.

1973 – Aufstieg in die 1. Kreisklasse

Erst im Jahr 1973 gelang der Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse innerhalb von zwei Jahren. Die Hürde Bezirksklasse konnte aber nie gemeistert werden.

1982 – FDGB Kreispokalsieger

Im Jahr 1982, der größte sportliche Erfolg der Fußballherren aus Borsdorf. Im Finale des FDGB Kreispokals setzte sich die Mannschaft mit 6:5 gegen den SV Mölkau durch. Nach 90 Minuten stand es 2:2 und in der Verlängerung fielen keine Tore. Schlussendlich konnte man das Spiel im Elfmeterschießen für sich entscheiden und wurde Pokalsieger.

ab 1990 – SV Borsdorf 1990

1990 - 2001

Nach der Wende wurde der Sportverein in SV Borsdorf 1990 umbenannt und spielte meist nicht höher als in der 1. Kreisklasse des Fußballstadtverbandes der Stadt Leipzig. Ein Höhepunkt des Vereins war sicherlich ein Freundschaftspiel im Jahr 1995. Gegner war der damalige Zweitligist, VfB Leipzig. Gespickt mit bekannten Namen wie Ronny Kujat, Franklin Bittencourt, Torsten Kracht, Markus Wulftange oder Frank Edmond, gewannen die Leipziger vor 1.200 Zuschauern mit 25:2. Die beiden Ehrentreffer erzielte Jens Satke. 2001 kam es zum Austritt der Fußballabteilung aus dem SV Borsdorf 1990. Der Verein blieb weiterhin mit folgenden Sportarten bestehen und ist teilweise bis heute noch aktiv in: Tischtennis, Volleyball, Aerobic, Gymnastik.

Chronik des SV Panitzsch/Borsdorf (2001 – bis heute)

2001 – Fusion der Vereine

17.06.2001

Am 17. Juni 2001 kam es dann zum Zusammenschluss des durch den Abstieg gebeutelten SV Panitzsch 1920 und der damals erfolgreichen Fußballabteilung des SV Borsdorf 1990. Aufgrund dessen, dass der SV Panitzsch höherklassig spielte, entstand der Vereinsname SV Panitzsch/Borsdorf 1920 e.V.

2006 – Sportlicher Absturz der Fußballherren

2000 - 2006

Leider brachte die Fusion vorerst nicht den Erfolg, den man sich erwünscht hatte. Bis zum Jahr 2006 erlebte unsere Fußballherrenabteilung leider einen sportlichen Absturz bis hin zum Abstieg in die 1. Kreisklasse und es musste ein Umdenken stattfinden.

2011 – Aufstieg in die Stadtklasse

2006 - 2011

Aber auch die Zeit von 2006 – 2011 war geprägt von einer sportlicher Berg- und Talfahrt, so stieg man in fünf Jahren einmal ab und zweimal in die nächsthöhere Spielklasse wieder auf. Schließlich gelang erst im Jahr 2011 wieder der Aufstieg auf Stadtebene in die Stadtklasse.

2007 – bis heute

seit 2007 - Förderung der Jugend und Frauen

Aufgrund der sportlichen Misserfolge im Herrenbereich, setzte unser Verein vermehrt auf die strukturelle Förderung der Jugend. Die verschiedenen Altersklassen waren und sind zum Teil doppelt besetzt, so entwickelen sich talentierte Nachwuchssportler, die auch von höherklassigen und namhaften Sportvereinen aus der Umgebung abgeworben worden sind. Viele schafften aber auch den Sprung in unsere Herrenmannschaften. Der Großteil unserer Nachwuchsmannschaften spielt aktuell in den höchsten Ligen des Stadtverbandes Leipzig.
2007 wurde erstmals ein Frauenteam gegründet, welches bereits im gleichen Jahr in den Punktspielbetrieb einstieg. Die Damen haben sich im Leipziger Verband etabliert und einen Namen gemacht.

2015 – Aufstieg in die Stadtliga

Der bislang größte sportlichen Erfolg im Fußballherrenbereich der letzten Jahre gelang im Sommer 2015, als die 1. Mannschaft unter Trainer Steffen Sievert in die neue Stadtliga Leipzig aufstieg.

2017 – Abstieg in die Stadtklasse

Nach nur 2 Spielzeiten in der Stadtliga stiegen die Panitzscher Jungs wieder in die Stadtklasse ab. Dies war unter anderem der dünnen Spielerdecke geschuldet. Bis zum letzten Spieltag kämpfte man um den Klassenerhalt und mit einem Sieg im letzten Spiel wäre dieser auch perfekt gewesen. Leider kam man gegen den SV Brehmer nicht über ein Unentschieden hinaus und stieg somit ab.

Trainer Steffen Sievert, der selbst jahrelang in der 1. Herrenmannschaft gespielt hatte, trat zurück. Für Ihn übernahm Thomas Wedemann.

2018 – Wiederaufstieg nach nur einem Jahr

Mit dem neuen Trainer Thomas Wedemann und einigen A-Jugendspielern, die in den Herrenbereich nachrückten, kam viel frischer Wind die 1. Mannschaft. So konnte man nach nur einem Jahr als Drittplatzierter den Aufstieg zurück in die Stadtliga feiern.

2020 – Landespokal

Erstmalige Teilnahme am Landespokal Sachsen. Es war nicht nur der erste Auftritt im Landespokal, sondern auch gleichzeitig das erste Flutlichtspiel, was in Panitzsch stattgefunden hat. Extra für diese Partie wurde eine mobile Flutlichtanlage organisiert, um der Partie einen würdigen Rahmen zu geben. Gegen den FC Stollberg (5:0) gelang man in die 2. Runde, dort schied das Team gegen Budissa Bautzen (0:4) aus.

Eine automatische Beregnungsanlage für den Sportplatz in Panitzsch wurde im Mai 2020 installiert und in Betrieb genommen. Damit wurde infrastrukturell ein Meilenstein erreicht.

2021 – Stadtpokalsieger

Stadtpokalsieger! Die Mannschaft von Thomas Wedemann gewinnt das Finale des Leipziger Stadtpokals gegen die Zweite vom SSV Markranstädt mit 4:0. Qualifiziert sich somit zum wiederholten Mal für den Sächsischen Landespokalwettbewerb.

Durch diesen raste die Mannschaft in einer beeindruckenden Manier bis ins Achtelfinale. Auf dem Weg dahin wurden durchweg höherspielenden Mannschaften besiegt (Zwenkau 2:0, Freiberg 1:0, Krostitz 3:0). Im Achtelfinale schied man dann gegen den Regionalligisten Chemnitzer FC (0:3) aus.

Eine neue Haupttribüne mit 50 modernen Sitzmöglichkeiten und ein gepflasterter Stehplatzbereich wurden im November 2021 errichtet.

2022 – Aufstieg in die Landesklasse

Das Jahr 2022 war für den Panitzsch/Borsdorfer ein sehr erfolgreiches. Die erste Fußballherrenmannschaft stieg in die Landesklasse auf! Nach dem Aufstieg von 1996 in die damalige Bezirksliga, der größte Erfolg im Panitzsch/Borsdorfer Fußball, wenn es nach der Ligazugehörigkeit geht.

Mit einem Sieg im Halbfinale gegen die eigene Zweite, erreichten die Männer von Trainer Thomas Wedemann zudem erneut das Stadtpokalfinale. Dieses ging gegen die starke zweite Mannschaft der BSG Chemie Leipzig mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Das Spiel fand auf dem Panitzscher Sportplatz vor über 1000 Zuschauern statt.

Eine zweite Tribüne mit weiteren 60 modernen Sitzmöglichkeiten wurde im Mai 2022 eingeweiht.