Auch im zweiten Pflichtspiel nach der Winterpause konnten die Wedemänner nichts Zählbares einfahren. Eine Woche nach der 0:4-Pleite gegen Kickers Markkleeberg, gastierte mit dem Leipziger SC gleich das nächste Spitzenteam der Sachsenklasse Nord am Waldkater. Trotz Leistungssteigerung, reichte es auch gegen den amtierenden Stadtmeister nicht zum Punktgewinn. Mit nach wie vor 24 Zählern belegt man weiterhin Rang neun im Ranking.
Mit vier Änderungen zur Vorwoche, wollte man den Fehlstart vor heimischem Publikum unbedingt vermeiden. Neuzugang Luke Rink feierte sein Startelf-Debüt, zudem rückten Kapitän Tim Fröhlich, Urlauber Tony Kaiser sowie Elia Pohl in die Anfangsformation.
Durchaus engagiert starteten die Gastgeber ins Spiel. Defensiv präsentierte man sich kompakt und ließ gegen den Aufsteiger nicht viel zu. Die Kontrahenten legten eine hohe Intensität an den Tag, neutralisierten sich dabei jedoch größtenteils. Torchancen blieben absolute Mangelware und beide Schlussmänner erlebten einen zunächst entspannten, frühlingshaften Samstagnachmittag.
Nachdem sich Jonas Benedix bei einem Zweikampf am Knöchel verletzte, musste Trainer Thomas Wedemann nach 35 Spielminuten bereits das erste Mal wechseln. Lucas Schilling ersetzte den PaBo-Angreifer noch vorm Pausenpfiff.
Nach torloser erster Hälfte, plätscherte die Begegnung nach Wiederbeginn ohne nennenswerte Höhepunkte lange größtenteils dahin. Die Gäste blieben ihrer Linie treu, konnten die aufmerksame PaBo-Defensivreihe mit ihren langen Bällen jedoch auch weiterhin nicht aus der Fassung bringen.
Allerdings ging auch dem Angriffsspiel der Hausherren die nötige Zielstrebigkeit komplett ab. Ähnlich zum Kickers-Spiel, konnte man sich erneut keine zwingende Torchance erarbeiten. Auch bei eigenen Standards fehlt es momentan an Qualität und Durchschlagskraft. Der Offensivmotor stottert aktuell gewaltig und zu allem Überfluss ging’s auch defensiv hinten raus erneut komplett in die Binsen.
Nach einem Angriff des Aufsteigers über links, konnte zunächst die Hereingabe nur unzureichend geklärt und anschließend der zweite Ball nicht energisch genug verteidigt werden. Grillenberger nutzte dies, noch leicht von Lukas Dost abgefälscht, zur späten LSC-Führung (81.).
Ehrlicherweise waren die Gäste in den verbleibenden Minuten dem zweiten Treffer deutlich näher als die Panitzsch/Borsdorfer einem eventuellen Ausgleich. Und dieser sollte zwei Minuten vorm Ende der regulären Spielzeit dann auch die nächste Heimpleite endgültig besiegeln. Nachdem Benny Uhlmann einen Einwurf vom eigenen Mann unerlaubterweise in die Hände nahm, nutzten die Gäste den folgenden, indirekten Freistoß über Umwege durch den eingewechselten Djassi zur Entscheidung.
Erneut bedröppelt, schlichen die Wedemänner nach Abpfiff vom Feld. Mit allerhand Vorschusslorbeeren ob der zweifellos starken Hinrunde sowie der vielversprechenden Vorbereitung gestartet, sollte(n) nun erst einmal wieder kleinere Brötchen gebacken und sich in den kommenden Wochen aufs Wesentliche konzentriert werden. Die Aufgaben werden nicht unbedingt einfacher und in dieser unberechenbaren Liga ist Woche für Woche einfach alles möglich (siehe Ergebnisse vom Wochenende).
Am kommenden Sonntag geht’s nach Radefeld, wo man in der letzten Saison den ersten Rückrundensieg feiern konnte. Hoffentlich ein gutes Omen für die junge PaBo-Elf.
PaBo: Uhlmann – Pohl (84. Willich), Remler, Rink – Werner (84. Mäde), Fröhlich (C), Weber, Aps (46. Dost) – Hanschmann, Benedix (35. Schilling), Kaiser
Tore: 0:1 Grillenberger (81.), 0:2 Djassi (88.)
Schiedsrichter: Oliver Berg
Assistenten: Leon-Phillip Dastych, Kilian Fürstenau
Zuschauer: 155
💙💛
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