Der Coach der Panitzsch/Borsdorfer hatte mal wieder ein paar Personalsorgen, erfreulich war wenigstens, dass Dirk Lebe einsatzbereit war und somit als Torwart auflaufen konnte. Dadurch rückte Eric Gammelin auf seine angestammte Position ins die Abwehrzentrale zurück. Dagegen war die Mannschaft aus Markranstädt mit der aus dem Hinspiel kaum zu vergleichen, das ein oder andere Gesicht aus der höherklassigen II. Mannschaft war mit an Board.
Und das sah man auch sofort auf dem Platz, die Gäste aus dem Leipziger Südraum übernahmen die Spielkontrolle und der Ball lief recht gut in deren Reihen. Aber die Defensive der Gastgeber zeigte sich erneut sehr gefestigt, so dass sich in der Anfangsphase kaum Chancen ergaben.
Der erste Aufreger dann nach etwa 25 Minuten, eine eigentlich schon geklärte Ecke der Markranstädter wurde nochmal gefährlich, einen Kopfball rettete Eric Gammelin reflexartig mit der Hand auf der Linie, wie oben erwähnt, war er diesmal Abwehrspieler – Folge war Platzverweis und Elfmeter für die Gäste. Geburtstagskind Robin Loimer verwandelte unten links zum 1:0 für die Gäste.
Panitzsch/Borsdorf war natürlich nun zu Umstellungen gezwungen, Thomas Müller rückte neben Rene Reinicke zurück ins Abwehrzentrum, Martin Tripke agierte fortan auf der “6” vor der Abwehr und Christian Tripke ließ sich aus der Sturmspitze ins zentrale Mittelfeld zurück fallen. Im Fußball ist es manchmal so, dass es dann zu 10. besser läuft und man hatte auch bei der Heimmannschaft diesen Eindruck. Denn nur 6 Minuten nach der Führung von Markranstädt konnte PaBo ausgleichen, nach einer Ecke von Christopher Metze kam Rene Reinicke an den Ball, dieser sah den völlig freistehenden Jakob Hoffmann, der aus der Drehung zum 1:1 traf.
In der 40. Minute dann keine schöne Szene, im Luftduell prallen Jakob Hoffmann und der Kapitän der Gäste Patrick Thiemig ordentlich zusammen. Beide blieben liegen, für den Markranstädter ging es nach kurzer Behandlung weiter. Jedoch musste Jakob Hoffmann mit einer Platzwunde vom Platz, Markus Gritzner kam in die Partie.
Die in Unterzahl spielenden Panitzscher kamen hochmotiviert aus der Kabine, es waren keine zwei Minuten gespielt, da bediente Martin Tripke mit einem Traumpass Markus Gritzner, welcher jedoch im 1 gegen 1 am Torwart scheiterte, den Nachschuss setzte Christian Tripke über das Tor. Markranstädt mit deutlich mehr Ballbesitz, jedoch bissen sie sich an der sehr kompakt stehenden Panitzscher Mannschaft die Zähne aus, sie suchten immer wieder mit langen Bällen ihren stämmigen Angreifer Steven Rieß in der Sturmspitze, er gewann zwar fast alle Kopfballduelle, leider verlängerte er meist ins Leere, so dass kaum Gefahr vor dem Tor von Dirk Lebe entstand.
Panitzsch dagegen immer wieder mit Nadelstichen nach vorn und es wurde stets brandgefährlich. Tom Schneider und Christian Tripke vergaben zwei richtig dicke Möglichkeiten, Christopher Metze scheiterte aus halblinker Position am starken Oliver Saumsiegel zwischen den Pfosten. Markranstädt kam nach einer Ecke zu einer großen Chance, ein Spieler schoss den Ball aus nur 2 Metern mit dem Rücken zum Tor drüber.
In der Schlussphase waren es erneut die Panitzscher, die durch ihr schnelles Umschaltspiel die Führung hätten erzielen müssen, Christian Tripke setzte sich über rechts super durch, muss eigentlich nur quer auf Tom Schneider legen, entscheidet sich aber in diesem Moment für die falsche Variante und ein Abwehrspieler kann klären. Im Gegenzug trifft der eingewechselte Markranstädter Mike Kübel nur den Außenpfosten. Tom Schneider lief in der 88. Minute erneut alleine auf den Torwart zu, jedoch konnte der Markranstädter Schlussmann wieder stark parieren.
Dann war Schluss, Panitzsch erkämpfte sich in Unterzahl diesen hochverdient Punkt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und war in jedem Fall moralischer Sieger. Und man muss ehrlich sagen, dass Markranstädt, bei der Vielzahl an Chancen für PaBo im zweiten Durchgang, sich nicht über eine Niederlage hätte beschweren dürfen.