Später Ausgleich verhindert 3 Punkte

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Das war sie wieder mal, die unschöne Seite des Fussballgotts. Mit einem Gegentreffer in absolut letzter Minute oder genauer in der 96.Minute !!, musste sich die 2.Herrenmannschaft mit einem 1:1 zufriedengeben, was nach einer guten kämpferischen Leistung sehr schmerzlich ist. Als erstes kann ich aus eigener Erfahrung Martins Bericht vom B-Jugendspiel über die Platzverhältnisse in Eutritzsch nur bestätigen. Und tatsächlich ist dieser Platz bei Lipsia wohl einer der schlechtesten im Bezirk Leipzig, aber in dieser Negativliste kommt der Nebenplatz beim LSC kurz dahinter. Ja es gab Rasen, stellenweise und mehr licht als dicht…ja es gab Tore, klein aber schön…und ja es gab eine Spielfeldbegrenzung…hier hatte man das Gefühl, dass der Platzwart wohl am Männertag nach einer feucht-fröhlichen Feier die Linien gezogen hatte. Als dann auch noch der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien war die Luft erstmal raus. Nach längerer Vorbereitung und mit unserer Zustimmung pfiff ein LSC-Schiedsrichter das Spiel an. Er machte das grundsätzlich gut, hatte wohl aber mit der zeitlichen Begrenzung der zwei Halbzeiten so seine Probleme. Bereits die erste Halbzeit liess er übermäßig nachlaufen, da aber noch ohne Folgen…

Leider hatten wir mit argen Besetzungsproblemen zu kämpfen. Ritsch fiel kurzfristig aus, nahm aber zumindest auf der imaginären Auswechselbank Platz. Harry Reichart half uns daher spontan aus und machte das ausgezeichnet. Das Spiel selber war von Anfang an wenig ausgezeichnet, vielmehr war es ein Hauen und Stechen. Positiv nennt man das dann Kampfspiel und tatsächlich war Fussball im eigentlichen Sinn nicht zu sehen. Man spürte den Willen und die Anspannung bei uns, weil wir unbedingt gewinnen wollten, zusammen mit dem unterirdischen Platz, war es eine Mischung die Fussballästheten Gänsehaus bereitete. Freunde des körperlichen Fussball hatten jedoch großen Spaß. Der LSC machte es aber noch schlechter und nutzte die Schnelligkeit der eigenen Stürmer nie wirklich aus. Das Spiel war geprägt von vielen Unterbrechungen und Spielfluss kam nicht auf. In der 27.Minute dann aber mal ein langer Ball auf Basti, der den Ball hoch über den heraus eilenden Torwart hob und Kay am langen Pfosten per Kopf das Ding über die Linie zur 1:0 Führung drückte. Danach einige Schussversuche vom LSC aber nie wirklich gefährlich und wenn doch mal was aufs Tor kam war Flori sicher da. Nach der Halbzeit das gleiche Spiel und alles plätscherte so dahin. Spektakulär wohl nur noch die Einwurfkünste eines LSC-Spielers der per Überschlag die Einwürfe wie Flankenbälle in unseren Strafraum brachte. Gefährlich war es nie, sah aber nett aus. Wäre ja mal eine Übung für die Sommerpause…;-)

Als der Schiedsrichter dann vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, warf der LSC alles nach vorn. Wir verteidigten mit Mann und Maus, nach vorn ging nichts mehr. Als die Nachspielzeit dann bereits 2 Minute vorbei war, konnte ein langer Ball per Kopf nur nach aussen abgewehrt werden, der Stürmer legte von der Grundlinie zurück, die absolut schlechte Flanke überraschte alle, vor allem unseren Galle dem der Ball vom Fuss unglücklich ins eigene Tor sprang. Bei der Rettungsaktion verletzte sich auch noch Flori am Knie und fällt nun wahrscheinlich länger aus. Die Schiedsrichter pfiff tatsächlich die Partie nochmal an und 30 Sekunden später war dann Schluss.

Fazit: Ganz im Stile der derzeitigen Kreisliga/Kreisklassesprüche müsste es wohl heißen: Kreisklasse ist, wenn der Ersatzschiedsrichter der Heimmannschaft solange spielen lässt, bis diese noch den Ausgleich erzielt. Ganz so einfach ist es aber wohl nicht. Nach unserer Führung haben wir es verpasst, weiter nach vor auf das zweite Tor zu spielen und offensiv wirklich gar nichts mehr auf die Reihe gebracht. So kam was kommen muss und der LSC nimmt uns unverdient in einem grottenschlechten Fussballspiel noch 2 Punkte ab. Die kämpferische Leistung war aber klasse von allen Panitzschern. Unsere Abwehr stand gut und die Laufbereitschaft war hoch. Mit diesem Einsatz und hoffentlich wieder mehr fussballerischen Esprit werden wir beim nächsten Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer Wacker Leipzig alles geben und die verloren Punkte uns wiederholen.