PaBo holt Punkt bei Tapfer Leipzig!

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Aufsteiger SV Panitzsch/Borsdorf kommt in einer spektakulären Partie beim Aufstiegsaspiranten SV Tapfer Leipzig zu einem Punktgewinn.Am Sonntagnachmittag war die Mannschaft vom Trainergespann Wedemann/Aulrich zu Gast beim SV Tapfer Leipzig, die optimal in die Saison gestartet waren (zwei Siege & 5:0 – Tore). Beide Trainer hatten die Qual der Wahl und brachten ihre aktuell besten Formationen auf den Rasen. Der Aufsteiger aus Panitzsch startete frech ins Spiel und bereits nach 6 Minuten gab es in Person von Steve Kühn die erste gute Torchance, er verfehlte nach Zuspiel von Tim Fröhlich das Tor nur knapp. PaBo war sofort hellwach und spielte taktisch diszipliniert, Tapfer schien ein wenig überrascht, denn ihr gewohntes Offensivspiel konnten sie in der Anfangsphase nicht aufziehen. So war der Führungstreffer in der 12. Minute für Panitzsch/Borsdorf nicht ganz überraschend. Youngster Julian Stelzner erobert hervorragend an der Mittellinie den Ball, dieser gelang zu Torsten Schönfeld – Querpass in die Mitte zu Steve Kühn und PaBo´s Torjäger traf zum 1:0.

Tapfer geschockt und nur zwei Minuten später rauschte Kapitän Jonas Döring knapp an einer Notbremse vorbei, wieder war Kühn entwischt, Döring stoppte ihn unsanft und hatte Glück, dass einer seiner Mitspieler im Zentrum noch auf der Höhe war. Nach 20 Minuten reagierte der Heimtrainer erstmalig, tauschte in der Abwehr einen Spieler aus und stellte das System um. In der Folgezeit übernahmen die Leipziger die Spielkontrolle, viele Ecken blieben jedoch ungenutzt und zwei Fernschüsse brachten ebenfalls kaum Torgefahr.

Erst in den letzten 10 Minuten wurde die Schlagzahl von Tapfer deutlich erhöht. In der 36. Minute muss Roman Noguera das 1:1 machen, aus 5 Metern traf er das leere Tor nicht. Glück in dieser Situation für Panitzsch, so wie auch in der nächsten Aktion, als der eingewechselte Kevin Hopf nur den Pfosten traf. Kurz danach war Halbzeit – Tapfer war zum Ende hin dem Ausgleich nah, jedoch verdiente sich PaBo für die starken ersten 30 Minuten diesen knappen Vorsprung zur Pause.

Nach dieser dauerte es leider nur knapp 10 Minuten und es stand 1:1, nachdem Wedemann im Tor der Panitzscher den ersten Schuss noch parieren konnte, drückte Dmitry Paley den Ball mit dem Kopf über die Linie. In Folge dessen gab es eine kleine Rudelbildung – wie man es oft sieht – Tapfer wollte den Ball schnell mit zum Anstoßpunkt nehmen, der PaBo-Torwart klemmte diesen unter seinem Körper ein. Daraufhin wollte ein Spieler der Leipziger das Spielgerät dem PaBo-Keeper aus der Hand schlagen – der Schiedsrichter beobachtete dies genau und entschied sofort auf Platzverweis. Er revidierte allerdings seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten und gab letztlich nur die gelbe Karte.

Diese Aktion heizte die Atmosphäre unnötig an und es wurde nun kampfbetonter, aber keinesfalls unfair auf beiden Seiten. In der 62. Minute kam Tapfer zum 2:1, in Folge einer der zahlreichen Ecken köpfte Leon Gradlewski am langen Pfosten ein. Die junge Panitzscher Mannschaft ließ allerdings den Kopf nicht hängen und kam nur zwei Minuten später ihrerseits wieder zum Ausgleich. Nach einem scharf getretenen Freistoß von Tom Schneider, lässt der Leipziger Schlussmann nach vorn abklatschen, daraufhin wurde Torsten Schönfeld beim Versuch Nachzusetzen von hinten gestoßen und es gab folgerichtig Elfmeter, den Steve Kühn sicher zum 2:2 verwandelte. In der 70. Minute zeigte der junge Schiedsrichter erneut auf den Elfmeterpunkt, Julian Stelzner mit einem herrlichen Lauf über die linke Seite, wird beim Schussversuch von hinten gezogen und somit zu Fall gebracht. Tim Fröhlich übernahm nun die Verantwortung und traf sicher – dachten alle – angeblich hatte sich ein Spieler zu früh in den Strafraum bewegt und der Elfmeter wurde wiederholt. Fröhlich behielt die Nerven und konnte auch im zweiten Anlauf treffen. PaBo nun also 20 Minuten vor Spielende wieder in Front. Was folgte war ein wütender Sturmlauf der Leipziger, PaBo verteidigte aber hervorragend und mit großer Leidenschaft. In der 90. Minute wurde es dann nochmal hektisch, nach einem taktischen Foul von Tim Fröhlich ließ sich ein gegnerischer Spieler zu einer Tätlichkeit hinreißen, der Schiedsrichter bewertete die Situation zu allem Überraschen anders.

Eine der insgesamt vier Minuten Nachspielzeit war schon vorüber und der Heimelf gelang dann doch noch der Ausgleich. PaBo überstand im Nachhinein auch den letzten Standard der Hausherren und durfte sich am Ende über einen Punkt beim Aufstiegsaspiranten freuen. Die Zielvorgabe etwas Zählbares mitzunehmen wurde definitiv erreicht,  der Zeitpunkt des Ausgleichstreffer war zwar unglücklich, aber auf diese Leistung kann man aufbauen und viel Positives herausziehen.

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