{"id":8822,"date":"2022-06-25T23:08:28","date_gmt":"2022-06-25T21:08:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sv-panitzsch-borsdorf.de\/?p=8822"},"modified":"2022-08-24T13:14:41","modified_gmt":"2022-08-24T11:14:41","slug":"8822","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sv-panitzsch-borsdorf.de\/index.php\/2022\/06\/25\/8822\/","title":{"rendered":"PaBo verliert Stadtpokalfinale"},"content":{"rendered":"<p>Chemie II ist Stadtpokalsieger: Es ist kein Spiel f\u00fcr schwache Nerven. Erst f\u00fchrt der sp\u00e4te Ausgleich der Panitzscher in die Verl\u00e4ngerung, dann erzielen die Leipziger in letzter Minute den 2:1-Siegtreffer.<!--more--><\/p>\n<p>Panitzsch. Dramatischer ging\u2019s kaum: Die zweite Mannschaft von Chemie Leipzig hat sich mit einem in der 120. Minute gesicherten 2:1-Finalerfolg beim Titelverteidiger und frischen Stadtmeister SV Panitzsch\/Borsdorf den Fu\u00dfball-Stadtpokal erk\u00e4mpft. Vor 1080 Zuschauern, darunter etwa ein Drittel Chemie-Fans, gelang Ahmad Albaghdadi in der letzten Minute der Verl\u00e4ngerung der Siegtreffer. Zuvor hatte Erik Peters die G\u00e4ste mit einem Freisto\u00df in F\u00fchrung gebracht, doch das konnte der SVP kurz vor Ende der regul\u00e4ren Spielzeit durch Sebastian Rau ausgleichen.<\/p>\n<p>Apropos regul\u00e4re Spielzeit: Angesichts des warmen Wetters wurde diese vom in seinem letzten Spiel (nach \u00fcber 1000 Partien!) einmal mehr gewohnt souver\u00e4n agierenden Referee Sebastian Zander nicht nur f\u00fcr Trinkpausen unterbrochen, sondern gegen Ende der ersten Halbzeit auch wegen einer Hubschrauberlandung. Pl\u00f6tzlich tauchte n\u00e4mlich ein ADAC-Helikopter \u00fcber dem Spielfeld auf. Zuschauer wie Aktive wunderten sich, denn es hatte sich ja niemand sichtbar verletzt. Doch die anwesende Polizei signalisierte eine n\u00f6tige Spielunterbrechung und der Heli landete auf dem Rasen &#8211; mit einem Notarzt an Bord. Er war gerufen worden, weil hinter den R\u00e4ngen ein Kind von einem Kletterger\u00fcst gefallen war und sich dabei den Arm gebrochen hatte.<\/p>\n<p>Bis zu diesen Schreckminuten verlief die Partie ausgeglichen, spannend, aber ohne die ganz gro\u00dfen Torchancen. Das \u00e4nderte sich auch nach Wiederanpfiff kaum, weil beide Teams bei allem Eifer nur wenige Angriffe zu Ende brachten. So musste ein Freisto\u00df den Torbann brechen, Peters setzte das Leder aus gut 20 Metern per Aufsetzer ins lange Eck (62. Minute).<\/p>\n<p>\u201eMusste es einfach wiedergutmachen\u201c<\/p>\n<p>Die Zweik\u00e4mpfe wurden nun giftiger, es knirschte mitunter ganz ordentlich im Knochen-Geb\u00e4lk, einige Akteure wirkten auch etwas \u00fcbersteuert \u2013 hitzig eben. Die richtigen Torm\u00f6glichkeiten besa\u00df nun Chemie. Peters h\u00e4tte beinah das 2:0 gemacht, doch SVP-Keeper Leonhard Saewe lenkte den Schuss noch an den Pfosten (74.). Kurz darauf wartete Albaghdadi allein vor Saewe zu lange und wenig sp\u00e4ter scheiterten auch Eugene Winkler (76.) sowie Yahya Jawneh (81.) Sie trafen nur Saewe, der damit sein ungl\u00fcckliches Aussehen beim 0:1 deutlich kompensierte. Chemie II allerdings verpasste damit die Chance zur Vorentscheidung, was sich mit dem Kopfballtreffer von Sebastian Rau zum 1:1 r\u00e4chte.<\/p>\n<p>Also ging\u2019s in die Verl\u00e4ngerung, die schon ganz stark nach Elfmeterschie\u00dfen aussah, ehe St\u00fcrmer Albaghdadi die bis dahin erstaunlich leisen G\u00e4stefans genau vor deren Augen in lauten Freudentaumel versetzte. \u201eDas war unglaublich, ich habe die ganze Zeit an meine vergebene M\u00f6glichkeit gedacht und musste es einfach wiedergutmachen\u201c, sagte der Sch\u00fctze \u00fcbergl\u00fccklich \u00fcber die segensreiche F\u00fcgung f\u00fcr sein Team \u2013 das den eifrigen Dribbler nat\u00fcrlich \u00fcberschw\u00e4nglich feierte.<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlicher \u00c4rger auf der Gegenseite, denn den entscheidenden blitzsauberen Konter hatte Routinier Torsten Sch\u00f6nfeld mit einem Fehlpass im Vorw\u00e4rtsgang eingeleitet. Zugleich war das ein Indiz daf\u00fcr, wie entschlossen die Kontrahenten bis zum Schluss die Offensive suchten. \u201ePaBo\u2019s\u201c Trainer Thomas Wedemann \u00e4rgerte der finale Lapsus nat\u00fcrlich. \u201eEs war dennoch ein sensationelles Spiel\u201c, befand er, \u201emit viel Willen haben wir den Ausgleich geschafft. Chemie hat aber nicht unverdient gewonnen, wenn auch etwas gl\u00fccklich.\u201c Auch sein Chemie-Kollege Dennis Kuhrig \u00e4u\u00dferte sich respektvoll: \u201eDa wir unsere Chancen zum 2:0 nicht genutzt haben, h\u00e4tten wir uns auch nicht beschweren k\u00f6nnen, wenn die Panitzscher das gedreht h\u00e4tten. Dass wir so kurz vor Schluss doch gewonnen haben, kann ich noch gar nicht in Worte fassen.\u201c<\/p>\n<p>Panitzsch\/Bdf.: Saewe, Pohl (83. Sch\u00f6nfeld), Wagner, Fischer, Klemm, Kaiser, Walter (71. Winkler), B\u00e4r (64. Hertwig), Stelzner Fr\u00f6hlich (96. Schr\u00f6ck), Rau.<\/p>\n<p>Chemie II: Raschdorf, Manewaldt (65. Schmidtke) Schilling, Zimmer, Heine, Knoth (76. Lachmann), Schweigert, Winkler (87. Bakkush), Jawneh (113. Meier), Albaghdadi, Peters.<\/p>\n<p>Tore: 0:1 Peters (62.), 1:1 Rau (89.), 1:2 Albaghdadi (120.). SR.: Zander (Leipzig). Z.: 1080.<\/p>\n<p>(Quelle Text und Bild: Frank M\u00fcller LVZ, 25.06.2022, 22:13 Uhr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemie II ist Stadtpokalsieger: Es ist kein Spiel f\u00fcr schwache Nerven. 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