D1 kommt in Zwenkau ordentlich unter die Räder

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Am Sonntag stand ein richtungsweisendes Spiel für die PaBoBoys auf dem Spielplan. Durch die jüngsten Erfolge kämpfte sich das Team von Martin und Lars in den letzten Wochen aus dem Tabellenkeller in Richtung Mittelfeld.

Gute Laune, sowie eine lockere und gelöste Stimmung herrschte bei den beiden Trainingseinheiten unter der Woche. Die D1 scheint angekommen zu sein, in der Stadtklasse.

Es war das letztes Auswärtsspiel der Saison, ehe man noch drei Mal (2x Liga / 1x Pokal) bis Ende November zu Hause antreten darf.

Auch heute gab es wieder (diesmal weibliche) Unterstützung aus der C-Jugend.

Die Startacht sah wie folgt aus:

Miguel (Tor)
Luís / Luci, Leni (Abwehr)
Luka Toni (Kapitän) / Noah / Fabien (Mittelfeld)
Milo (Sturm)

Als Auswechselspieler standen Iwan, Nils, Domenik, Willi und Luca zur Verfügung.

Bei strahlendem Sonnenschein und 4 Grad gewann Kapitän Luka Toni die Seitenwahl und Zwenkau hatte Anstoß.

Die Hausherren gaben von der ersten Sekunde an Gas und setzten die Abwehr der Blau-Gelben ordentlich unter Druck. Allerdings kam zunächst nicht viel zählbares dabei heraus.

Daraus entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit einigen Fehlpässen, unnötigen Ballverlusten und wenig Torgefahr in beiden Strafräumen.

In der zehnten Minute dann die erste nennenswerte Chance der Gastgeber, der Schuss aus rund 13 Metern ging aber über‘s Tor.

Nur kurze Zeit später schon die nächste Chance. Diesmal stand Miguel goldrichtig und hielt mit einer tollen Parade den Kasten sauber.

Die folgenden fünf Minuten spielten sich wieder weitestgehend im Mittelfeld ab.

Nach 18 Minuten dann ein schwerer Fehler der PaBo Abwehr, die einen langen Ball anstatt raus zu köpfen noch verlängerte und so den Ball dem Stürmer der Zwenkauer mustergültig in den Lauf legte. Dieser ließ sich nicht lang bitten und es stand 1:0.

Auch der nächste Angriff in Minute 20 sollte erfolgreich für die Jungs aus Leipzigs Süden enden. Miguel konnte den ersten Schuss abwehren, beim Abpraller war der Tabellenvierte gedankenschneller und schob den Ball aus kurzer Distanz in’s leere Tor. So stand es nach einem Drittel der Gesamtspielzeit nicht ganz unverdient 2:0.

Doch die Jungs von der Nordstrasse zeigten Moral und ließen die Köpfe nicht hängen. Die schönste Szene des Spiels gebührte mal wieder Luka Toni. Er nahm sich die Kugel auf der linke Seite und zauberte mit Geschwindigkeit den Ball per so genannten Ballkreisel durch die gesamte Abwehr, ehe er zum viel umjubelten Anschlusstreffer traf. Ein Christiano Ronaldo könnte dieses Tor nicht besser machen.

PaBo drückte jetzt auf den Ausgleich. Die größte Chance dazu hatte Fabien in der 28. Minute auf dem Fuß, als er über die rechte Seite kam und rund 10 Meter vorm Tor seinen Hammer auspackte. Nur mit einem super Reflex lenkte der Zwenkauer Keeper den Ball noch über die Latte.

Halbzeit. Hier war heute noch alles drin. Es war das erwartet enge Spiel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Zwei individuelle Fehler führten zu den Gegentoren, die Zuordnung stimmte vereinzelt nicht und etwas mehr Aggressivität in den Zweikämpfen wurden beim Halbzeittee eingefordert.

Was dann in Halbzeit Zwei geschah, machte nicht nur das Trainerteam sprachlos und sorgte für Unverständnis auf den Rängen.

Acht Gegentore in 30 Minuten. Es passte einfach nichts mehr im zweiten Durchgang. Die Hausherren, welche bis dahin im Schnitt nur drei Tore pro Spiel erzielten, kombinierten sich beliebig durch Mittelfeld und Abwehr und jeder Schuss war ein Treffer.

Die eiskalte Dusche gab es direkt zu Wiederanpfiff. Ein Doppelpack in den Minuten 32 und 33 sorgte für die Vorentscheidung.

Ein bisschen Gegenwehr dann noch mal zwischen der 34. Minute und 40. Minute. Erst hielt Fabien aus 20 Metern drauf – sein Schuss wurde aber erneut knapp über Latte gelenkt. In der 36. Minute hatte Luci dann über Rechts noch ein mal die Chance auf den Anschlusstreffer.

Dass war es dann aber auch mit der blau-gelben Herrlichkeit an diesem Sonntag.

In der 42. Minute fiel das 5:1, in der 46.
Minute das 6:1 und nach 49 Minuten stand es 7:1.

Spätestens beim 8:1 nach 51 Minuten konnte einem Miguel leid tun. Kaum ein Treffer ging auf seine Kappe. Seine Vorderleute ließen ihn komplett im Stich.

Ein letztes Lebenszeichen für die Jungs von der Parthe setzte ein mal mehr Luka Toni, als er fünf Minuten vorm dem Schlusspfiff den Ball aus 15 Metern per Flachschuss zum 8:2 versenkte.

Ein weiterer Doppelpack in der 59. Minute ließ es dann sogar noch zweistellig werden und so hieß am Ende 10:2.

Damit hatte nach den tollen Auftritten der letzten Wochen, in denen die PaBoBoys sowohl spielerisch, als auch kämpferisch überzeugen konnten, niemand gerechnet.

Es war aber insgesamt zu wenig heute. Selten hat die Zuordnung gepasst. Der Wille, die Aggressivität und die Laufbereitschaft ließen über weite Strecken zu wünschen übrig.

Attestieren muss man den Hausherren, dass sie vor allem in der Abwehr sehr stark aufgestellt waren und die Chancen, welche sie hatten, eiskalt genutzt haben.

‚Wer auf die Fresse fällt, der muss wieder aufstehen‘, so die Devise für die bevorstehende Trainingswoche, ehe man am kommenden Sonntag den Tabellenletzten aus Engelsdorf zu Gast hat.

Unter der Woche hat die Auslosung für das Achtelfinale im Leipzig Cup stattgefunden. Dabei hat es die Losfee nur bedingt gut gemeint. Ein Heimspiel ist es immerhin geworden. Der Gegner spielt aber eine Klasse höher (Kreisliga) und kommt aus Engelsdorf. Kick Off ist am 20. November 2019 um 11:00 Uhr im Stadion an der Nordstrasse.

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