A-Jugend siegt im Elfmeterschießen!

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Sonntagmorgen – strahlender Sonnenschein, nicht zu warm – nicht zu kalt und viele Zuschauer. Perfekte äußere Bedingungen für das A-Junioren-Sachsenpokalspiel zwischen dem SV Panitzsch/Borsdorf und Germania Mittweida.Pünktlich 10:30 Uhr pfiff der Schiedsrichter an, beide Team waren hochmotiviert und es ging auch sofort ohne großes Abtasten los. Mittweida gleich mit gehörigem Druck gegen den Ball, dies verschaffte ihnen auch die erste Möglichkeit nach 3 Minuten, ein Kopfballduell in der Abwehrkette ging verloren, die Absicherung fehlte und plötzlich stand der Angreifer völlig frei vor Florian Kollarczyk, der allerdings wie bereits im letzten Punktspiel hervorragend reagierte und sein Team vor einem frühen Rückstand bewahrte.

Danach übernahm allerdings PaBo das Spielgeschehen und kam in der 12. Minuten zur ersten Chance. Paul Würker steckte hervorragend auf Luca Nürnberger durch, er stoppt jedoch ab und verliert somit seinen Geschwindigkeitsvorteil, kommt dennoch zum Abschluss, allerdings genau in die Arme vom Germania-Torhüter. Immer wieder war es Kapitän Julian Stelzner, der derzeit einfach in einer bestechenden Form ist und über seine rechte Seite für Gefahr sorgte. So geschehen in der 16. Minute, als er nur den Außenpfosten traf. Mitten in diese Drangphase von PaBo, der zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führungstreffer für Mittweida. PaBo verursachte einen unnötigen Freistoß im Mittelfeld. Die Hereingabe wurde nicht gut verteidigt, der lachende Dritte war in diesem Fall Mitweida-Angreifer Felix Reuther, welcher aus Nahdistanz zum 1:0 für die Gäste traf.

Nur drei Minuten später beinahe der Ausgleich, wieder war es Stelzner über rechts, seine scharfe Hereingabe verpasste Paul Würker in der Mitte nur knapp. PaBo war bemüht hier noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen, aber Mittweida verteidigte ordentlich und somit ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.

In der Halbzeit gab es aufmunternde Worte und die Mannschaft schwörte sich darauf ein, dieses Spiel hier noch zu drehen. Paul Würker eröffnete mit einem Schuss den zweiten Durchgang, aber noch wollte der Ausgleich nicht gelingen. Eine Viertelstunde war gespielt, Justin Stelzner kam in die Partie. Und gleich mit seiner ersten Aktion konnte er treffen. Nach einem super Zuspiel von Paul Würker schloss Stelzner “junior” mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:1 ab.

Das Spiel nun wieder völlig offen, PaBo überdrehte nun nicht und ging nicht volles Risiko. Mittweida kam aus dem Spiel heraus kaum zu Möglichkeiten, einzig nach Standardsituationen wurde es gefährlich, hier atmete man das ein oder andere Mal tief durch. So hieß es nach 90 Minuten 1:1 und es ging in die Verlängerung. PaBo zwar feldüberlegen und mit einem kleinen Chancenplus, allerdings zeigte Mittweida eine hervorragende Defensivleistung, wobei deren Kapitän besonders herausstach.

In Durchgang eins der Verlängerung passierte nicht all zuviel, da hatten es die zweiten 15 Minuten schon mehr in sich. Mittweida versuchte es aus der Distanz, das Netz wackelte, aber nur von Außen, die wohl beste Möglichkeit für die Gäste aus dem Spiel heraus. Auf der Gegenseite versuchte es Paul Würker aus zentraler Position und Luca Nürnberger von halblinks, jedoch sein Abschluss zu harmlos und sichere Beute für den Gästetorwart. Nun kam die 115 Minute, nach einem Pressschlag von Florian Kollarczyk und einem Angreifer der Gäste, der Ball zunächst in der Luft, beim Aufkommen unterschätzt bzw. verspringt einem Abwehrspieler von PaBo der Ball, so dass erneut Felix Reuther zur Stelle war und mit voller Wucht zum 2:1 für den Gast aus Mittweida traf. Solch ein Gegentreffer in der 115. Minute von einem kräftezerrenden Pokalspiel hinterlässt natürlich Spuren. Einige sackten sofort zusammen, die Köpfe waren kurzzeitig unten, doch dann kam die Ansage – “kommt Jungs – es sind noch mindestens 5 Minuten zu spielen – haut hier nochmal alles raus”. Mit Taktik und Fußballspielen kann man in solch einer Phase nicht mehr viel anfangen, die Bälle wurden einfach hoch und weit nach vorn geschlagen. Dann kurz Aufregung, zwei klare Foulspiele nacheinander erst an Felix Tiffe und dann an Julian Stelzner wurden nicht gepfiffen, der Konter lief und wurde durch ein Foul von Lorenz Sitte unterbunden. Der Unmut der Panitzscher sehr groß und das Spiel schien, aufgrund der Tatsache, dass es einen Freistoß von der Mittellinie für Mittweida gab, entschieden. Dieser gelang allerdings zu Florian Kollarzcyk – ein letzter Ball in den Strafraum der Gäste, aber der Torwart kann sich fangen, wird leicht von Justin Stelnzer behindert und stellt ihm kurz darauf beim Vorbeigehen das Bein. Großer Aufschrei und nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten gab es doch tatsächlich noch Elfmeter für Panitzsch/Borsdorf. Der Torwart muss den Ball nur festhalten und noch einmal abschlagen, lässt sich jedoch zu solch einer dummen Aktion hinreisen und erweist somit seiner Mannschaft einen Bärendienst. Felix Tiffe trat an und verwandelte in sprichwörtlich letzter Sekunde den Elfmeter zum 2:2 – was für ein Finale von packenden 120 Minuten Pokalfight.

Nun kam es also zum Elfmeterschießen, die Kräfte waren am Ende und trotzdem schwörten sich alle nochmal ein, das Ding gemeinsam zu ziehen. PaBo musste vorlegen und tat dies in Person von Justin Stelzner sehr souverän. Mittweida zog nach und es stand 3:3. Jetzt war Felix Tiffe an der Reihe, wie in der 120. Minute erneut sicher zum 4:3 für PaBo. Aber auch der Gast bewies Nervenstärke und erzielte das 4:4. Kurt-Thomas Kirstenpfad konnte als Nächster verwandeln und es stand 5:4. Dritter Schütze der Gäste, war deren Käpitän, zuvor absolut bester Mann von Mittweida. Er schoss links neben das Tor und PaBo war somit vorn. Paul Würker kam als vierter Schütze und setze den Ball genau ins rechte obere Eck – 6:4. Mittweida verkürzte auf 6:5 und es war Kapitän Julian Stelzner vorbehalten für die Entscheidung zu sorgen. Mit vollem Risiko “hämmerte” er das Ding ins Tor und danach kannte der Jubel kein Grenzen mehr, die ganze Mannschaft stürmte auf ihn zu und es einfach nur Freude pur.

7:5 hieß es letztlich und die Zuschauer sahen ein überragendes Pokalspiel – großen Respekt an den Gegner, welcher natürlich seinen Teil zu diesem Pokalkrimi dazuleistete und sich im Anschluss als fairer Verlierer zeigte!

Aber auch ein ganz großes Lob an unsere Jungs, die einfach mal wieder Herausragendes auf den Platz gebracht haben. Tolle Moral, bis zum Schluss daran gelaubt und gekämpft! Einfach Klasse!

In der dritten Runde ist der FC Grimma am 15.10.2017 zu Gast in Panitzsch.

 

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