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Interview mit Martin Tripke!

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Martin Tripke, ein mittlerweile schon Ur-Gestein des SV Panitzsch/Borsdorf, ist seit einigen Monaten unser neuer Abteilungsleiter Fußball.  Bereitwillig hat er sich für ein kleines Interview für uns zur Verfügung gestellt!

Hallo Martin! Schön, dass du dir die Zeit für ein Interview für „deinen“ SV Panitzsch/Borsdorf nimmst!

tripkemartin

F: Das ist nämlich auch das Stichwort… Seit den Vorstandswahlen im März 2017 hast du neben deinen bisherigen reichlichen Aufgaben als Nachwuchskoordinator, Spieler und Kapitän der 1. Herrenmannschaft sowie Trainer der A-Jugend und Teil des Teams „Social Media“, auch noch das anspruchsvolle Amt des Abteilungsleiters Fußball übernommen. Erläutere uns doch bitte, wie es dazu kam!

A: Die Geschichte ist eigentlich ganz schnell erklärt, Karsten Wiebe ist ja bekanntlich aus dem Vorstand ausgetreten und wir haben intern beschlossen, dass der ehemalige Abt. Fußball Steffen Gläser das Amt des Präsidenten übernimmt und mir somit die komplette sportliche Leitung übergeben hat. Dennoch arbeiten wir stets zusammen und Steffen unterstützt mich in meinen neuen Aufgaben weiterhin.

F: Viele von uns wissen, dass du schon dein ganzes Leben lang dem SV Panitzsch/Borsdorf treu bist. Schätze bitte für uns mal kurz ein, wie du deine eigene Entwicklung im Verein siehst!

A: Mit 5 Jahren, es war 1993, hab ich das erste Mal für den SV Panitzsch 1920 unter Steffen Sievert gekickt. Fortan durchlief ich alle Nachwuchsmannschaften und habe nach zwei sehr erfolgreichen Jahren in der A-Jugend (Stadtpokalsieger und Aufstieg in die Bezirksklasse) mit 18 Jahren den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft. Der Kreis hatte sich nun geschlossen, denn erneut hieß mein Trainer Steffen Sievert. Ich etablierte mich schnell in der Mannschaft, wir gehörten stets zu den Spitzenteams in der Stadtklasse und schafften vor zwei Jahren den Sprung in die höchste Leipziger Liga (Stadtliga). Nachdem mein großer Bruder seine Schuhe an den Nagel hing, wurde mir sein Kapitänsamt übertragen, was mich persönlich sehr stolz gemacht hat und selbstverständlich in jedem Spiel eine große Ehre für mich ist.

Mit „zarten“ 16 Jahren habe ich damals, zusammen mit René Reinicke, den Jahrgang 1999 in der F-Jugend übernommen. Die Zeit rast so dermaßen schnell, dass wir nun bereits im zweiten Jahr A-Jugend mit unseren Jungs angekommen sind. Es ist einfach großartig zu sehen, wie sich jeder einzelne Spieler entwickelt hat, denn der Großteil unserer Mannschaft ist seit der F-Jugend zusammen geblieben. Wir feierten zahlreiche Erfolge und schafften in der vergangenen Saison den Sprung in die Landesklasse. Neben den ganzen sportlichen Erfolgen, habe ich mir immer noch ein persönliches Ziel gesteckt. Irgendwann möchte ich mit „meinen“ Jungs zusammen auf dem Platz stehen und noch ein paar Jahre erfolgreich Fußball spielen. Nun ist es langsam soweit, der Großteil wird 18 Jahre alt und macht den etablierten Akteuren der 1. Männermannschaft schon gehörig Druck.

F: Was können wir von dir in deinem neuem Amt erwarten? Wird es „Revolutionen“ geben oder wirst du die bisherige Arbeit des ehemaligen Abteilungsleiter Fußball (Steffen Gläser, jetzt Präsident des Vereins) in ähnlicher Weise fortsetzen?

A: Es wird mit Sicherheit keinerlei Revolutionen geben. Die neue Saison ist eine Art „Neuanfang“, was die 1. Männermannschaft betrifft. Mit neuem Trainer und jungen Nachwuchsspielern hoffen wir auf eine erfolgreiche Zukunft. Schon die ersten Trainingseinheiten sowie Testspiele haben gezeigt, dass alle Beteiligten sehr willig sind und ich sehe der Sache äußerst positiv entgegen.

F: Möchtest du uns eventuell etwas „Interna“ ausplaudern und uns einen kurzen Ausblick darauf geben, was uns die nächsten Wochen, Monate und (hoffentlich) Jahre im Verein langfristig erwartet?

A: Langfristig wollen wir den Verein natürlich weiter so solide führen, wie wir das in den letzten Jahren getätigt haben. Als ich diese Vorstandstätigkeit beim SV Panitzsch/Borsdorf im letzten Jahr übernahm, habe ich mir für mich selbst noch eine Vision gesetzt. Und zwar möchte ich irgendwann dazu beigetragen haben, dass in Panitzsch oder Borsdorf ein Kunstrasenplatz entsteht und somit optimalste Bedingungen für Trainings- und Spielbetrieb geschaffen werden.

Jeder sollte sich auch den 06. September 2017 fett im Kalender anstreichen. Im Rahmen der Jubiläumswoche zur 750 – Jahrfeier von Borsdorf und Panitzsch wurde dieser Mittwoch als „Tag des Sports“ auserkoren. Auf dem Sportplatz in Panitzsch können Kinder in der Zeit von 13 – 16 Uhr das DFB-Fußballabzeichen erwerben, zwischen 16 – 18 Uhr findet ein Seniorenkleinfeldturnier statt (u.a. mit den Traditionsteams von 1989 und 1996).

Das Highlight findet allerdings um 18 Uhr statt. Wir konnten anlässlich des Ortsjubiläums die Regionalligamannschaft vom 1. FC Lokomotive Leipzig für ein Freundschaftsspiel gegen unsere 1. Männermannschaft gewinnen.

Die neue Zweifelderhalle in Borsdorf wird aller Voraussicht in diesem Jahr fertig gestellt. Wir waren bereits zu Gesprächen bei der Gemeindeverwaltung um Hallenzeiten für die Winterzeit abzustimmen. Sicherlich werden wir in Zukunft mit der neuen Halle auch eigene Turniere ausrichten können und somit das Vereinsleben um ein weiteres Highlight bereichern.

F: Du warst auch bei der Trainersuche für die 1. Mannschaft ein wichtiger Faktor. Versuche doch bitte mal aus Sicht deines neuen Amtes (nicht als Spieler!) den neuen Trainer einzuschätzen!

A: Mit Thomas Wedemann haben wir einen jungen und sehr kompetenten Trainer für die 1. Mannschaft gewinnen können. Er hat einen klar strukturierten Plan, ist äußerst engagiert und identifiziert sich zu 100 % mit seiner neuen Aufgabe. Er verfügt über jahrelange Erfahrung im Trainergeschäft und war vor allem im Frauenbereich sehr erfolgreich. Ich bin absolut davon überzeugt, dass er die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurück bringt und die zahlreichen jungen Talente aus dem eigenen Nachwuchs einbaut.

F: Welche Erwartungen setzt du selber an den Verein, vor allem hinsichtlich des Nachwuchsbereichs, der sich ja die letzten Jahre zu einem der gefragtesten und besten rund um Leipzig entwickelt hat?

A: Auf unsere Nachwuchsarbeit können wir wirklich stolz sein. Im Vergleich zu anderen Vereinen, erreichen wir mit „wenig“ Mitteln – sehr viel. Vor 5 Jahren hatten wir gerade einmal 4 Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb, zur neuen Saison melden wir insgesamt 10 Teams in den jeweiligen Altersklassen an. Schon allein diese Gegenüberstellung zeigt die stetig wachsende und hervorragende Nachwuchsarbeit in unserem Verein. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun. Auch im kommenden Jahr haben wir nicht jede Altersklasse besetzt und dort sollte der Fokus in der Zukunft liegen. Aber da bin ich guter Dinge, bei drei F-, drei E- und zwei D-Jugendmannschaften sieht es personell im Kleinfeldnachwuchs sehr gut aus, was sich dann in ein paar Jahren auf den Großfeldbereich positiv auswirken wird. Gern würde ich mir in Zukunft mir noch ein bis zwei Leute mit ins „Boot“ holen, was die Nachwuchsarbeit betrifft. Ich möchte gern einen Kleinfeld- sowie einen Großfeldkoordinator installieren, zusammen ein langfristiges Nachwuchskonzept erarbeiten. Ein weiteres Projekt ist die Aus- bzw. Weiterbildung unserer vielen Nachwuchstrainer, auch dort haben wir noch etliches Potential, welche lange nicht ausgeschöpft ist.

Und zu guter Letzt auch für dich einige obligatorische „schnelle Fragen“!

F: Dein Lieblingsverein?

A: Es gibt nur eine Borussia – Borussia Mönchengladbach!

F: Deine Lieblingsposition auf dem Platz?

A: Dort, wo der Trainer mich aufstellt :) – aber im zentral offensiven Bereich fühle ich mich schon am wohlsten!

F: Hast du vor Spielen ein bestimmtes Ritual?

A: Nicht wirklich!

F: Ronaldo oder Messi?

A: Ronaldo

F: Wer ist dein fußballerisches Vorbild?

A: Stefan Effenberg

F: Was ist deine bisher schönste Fußball-Erinnerung mit PaBo?

A: als Jugendspieler: Stadtpokalsieger u. Aufstieg in die Bezirksklasse (A-Jugend), 1996 müsste es gewesen sein, damals in der E-Jugend unter Andreas Kaziur – 26 Spiele – 26 Siege und ein Torverhältnis von 187:11 (@Andi – war doch so? – du hast die Urkunde bestimmt noch irgendwo liegen)

als Herrenspieler: 2015 Aufstieg in die Stadtliga und 2011 der emotionale Aufstieg in die Stadtklasse, den wir unser langjährigen und viel zu früh gestorbenen treuen Seele Petra gewidmet hatten.

als Trainer: mehrfacher Hallenmeister, etliche Aufstiege, Pokalfinalist in der E-Jugend, Klassenerhalt mit der C-Jugend (junger Jahrgang) in der Stadtliga vor zwei Jahren

F: Was ist deine beste und welche deine schlechteste Eigenschaft?

A: Eine gute Eigenschaft von mir ist, dass ich eigentlich fast nie schlecht gelaunt und immer für einen Spaß zu haben bin. Eine schlechte Eigenschaft ist eventuell, dass ich eine Schwäche für Kinderschokolade habe :) – eine Packung muss immer im Kühlschrank sein!

F: Ich spiele Fußball, weil…

A: … es mein Leben ist und es eben nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz sind. Meine ganze Familie ist Fußball verrückt, durch den Fußball habe ich so viele Freunde gewonnen – das Gemeinschaftsgefühl ist einfach etwas ganz besonderes und dies möchte man einfach nicht mehr missen.

F: Deine letzten Interview-Worte an die Leser?

A: Ich bedanke mich für die netten Fragen und wünsche allen einen erfolgreichen Saisonstart! Auf geht´s PaBo!

Vielen Dank für das nette Interview mit dir und weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der Durchführung all deiner Aufgaben in “deinem” Verein! :)

 

 

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